|
|
Literatur
Deutscher Buchpreis 2006
Shortlist
|
|
|
Am vergangenen Dienstag gab die Jury des Deutschen Buchpreises 2006 die lediglich
noch sechs Romane umfassende Shortlist bekannt und läutete damit die letzte
Runde des am 02. Oktober zu vergebenden Preises ein. Von insgesamt 120
eingereichten literarischen Neuerscheinungen schafften es ins Finale: Martin Walser (»Angsblüte«)
und Ingo Schulze (»Neue Leben«), Ilja Trojanow (»Der Weltensammler«) und
Katharina Hacker (»Die Habenichtse«), Thomas Hettche (»Woraus wir gemacht sind«)
und Sasa Stanisic (»Wie der Soldat das Grammofon repariert«). Im vergangenen Jahr ging
der Preis an den österreichischen Autor Arno Geiger für »Es geht uns gut«.
|
Jazz & Pop
Neues Album von Cat Stevens
Comeback
Nach 28 Jahren meldet sich Pop-Ikone Cat Stevens unter
seinem neuen Namen Yusuf Islam mit einem neuen Album zurück. Noch im November
dieses Jahres soll »An Other Cup« auf dem amerikanischen Markt erscheinen. Der
heute 59-Jährige feierte in den 1970er Jahren mit Hits wie »Morning Has Broken«
und »Moon Shadow« weltweit Erfolge. 1977 konvertierte der gebürtige Engländer zum
Islam, nannte sich fortan Yusuf Islam und beendete seine musikalische
Karriere. 2005 nahm er den Song
»Indian Ocean« auf, dessen Verkaufserlös den Opfern der Tsunami-Katastrophe im
Indischen Ozean zugute kam.
|
| |
Film
Rekord für »Fluch der Karibik II«
Milliardenhürde
So schnell wie kein anderer Film zuvor hat der zweite Teil
der Piratenkomödie »Fluch der Karibik« mehr als eine Milliarde
US-Dollar weltweit eingespielt. Nur zehn Wochen nach seinem Kinostart nahm der Film, mit
Johnny Depp in der Hauptrolle, am vergangenen Wochenende die Hürde, die bisher
nur zwei Filme überhaupt überwunden hatten: »Titanic« mit einem
Einspielergebnis von 1,8 Milliarden Dollar und »Herr der Ringe: Die Rückkehr
des Königs« mit 1,1 Milliarden. Ein dritter Teil der »Fluch der Karibik«-Reihe ist für den nächsten
Sommer geplant.
|
|
Literatur
Ärger um Schlingensiefs »Animatograph«
Altersbeschränkung
|
|
|
Nach dem Protest eines Vaters haben Mitarbeiter des Jugendamtes Christoph
Schlingensiefs Installation »Animatograph« besichtigt, die derzeit im Leipziger
Museum der Bildenden Künste Station macht. Nach eingehender Prüfung kam die
Behörde zu der Auffassung, »dass die künstlerischen Inhalte und Darstellungen
für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ... nicht geeignet sind«. Die Installation des für seine Provokationen bekannten Künstlers zeigt
unter anderem eine Performance, in der Hitler und Stalin gemeinsam masturbieren.
Schlingensief selbst reagierte mit Unverständnis und nannte die Entscheidung »banal und albern«.
|
Gesellschaft
Deutscher Kulturrat
25. Geburtstag
Am 14. September feierte der Deutsche Kulturrat seinen
25-jährigen Geburtstag. Im Zuge der Feierlichkeiten wird der Dirigent Daniel Barenboim am 20. September in Berlin mit dem »Kulturgroschen«, der
höchsten Auszeichnung des Kulturrates, für sein politisches Engagement bei der Verständigung zwischen Palästinensern und Israelis geehrt. Der
Deutsche Kulturrat wurde am 14. September 1981 in Bonn gegründet und versteht sich als politisch
unabhängige Arbeitsgemeinschaft kultur- und medienpolitischer Organisationen
und Institutionen von bundesweiter Bedeutung. Ihm gehören heute 210
Verbände an, unter anderem die Deutsche Orchestervereinigung und der Deutsche
Bühnenverein.
|
| |
Theater
Ehrung für George Tabori
Neuer Theaterpreis
Als »eine der würdigsten und wunderbarsten
Erscheinungen des Theaterlebens« bezeichnete der Deutsche Bühnenverein den
Regisseur und Theaterschriftsteller George Tabori und ehrte ihn mit dem
erstmals verliehenen Theaterpreis »Der Faust«. Am 24. November wird Tabori die
Auszeichnung für sein Lebenswerk in Essen entgegennehmen. Der neu geschaffene
Preis des Deutschen Bühnenvereins wird künftig jedes Jahr in acht Kategorien verliehen. Gewählt werden
die Preisträger von den 329 Mitgliedern der Deutschen Akademie der
Darstellenden Künste. Wie bei der Oscar-Verleihung werden die Namen erst am
Abend der Verleihung bekannt gegeben.
sr
|