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Kunst & Ausstellung
Rekordpreis für Klimts »Goldene Adele«
Verkauf ins Museum
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Gustav Klimts »Goldene Adele« hat mit einem Kaufpreis von 135 Millionen Dollar als das teuerste Gemälde aller Zeiten den Besitzer gewechselt. Ronald Lauder, ehemaliger US-Botschafter in Österreich, Erbe eines Kosmetikimperiums, Kunstsammler und Museumsgründer, kaufte das Bild von Maria Altmann, der es als Nichte des in der Nazi-Zeit enteigneten Ehepaars Bloch-Bauer erst unlängst zugesprochen worden war. Begeistert trennte sich der 62-jährige Käufer jedoch sofort wieder von »seiner Mona Lisa« und übergab sie der von ihm gegründeten »Neuen Galerie« in Manhattan. Das kleine Museum widmet sich seit 2001 ausschließlich deutscher und österreichischer Kunst.
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Fernsehen
Popetown nicht verboten
Verfahren eingestellt
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das »Popetown«-Ermittlungsverfahren gegen den Fernsehsender MTV eingestellt. Eine Beschimpfung der christlichen Religion oder des Papsttums durch die Comic-Serie sei auch nicht ansatzweise erkennbar. Die vor Ostern erschienene Werbekampagne mit dem vom Kreuz herabgestiegenen, vor dem Fernseher sitzenden Christus mit der Aufforderung »Lachen statt rumhängen« entweihe das christliche Symbol zwar, störe aber nicht den öffentlichen Frieden. Ein Ausstrahlungsverbot sei mit den Grundsätzen der Meinungs- und Pressefreiheit nicht vereinbar.
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Klassik
Barenboims Abschied aus Chicago
Ehrendirigent
Nach einer 15-jährigen Tätigkeit als Chef des Chicago Symphony Orchestra hat sich Daniel Barenboim mit einem »Festival der Neunten Sinfonien« aus der amerikanischen Metropole verabschiedet. Am vergangenen Donnerstag leitete er dort Gustav Mahlers »Neunte Sinfonie«, am Freitag dann die von Anton Bruckner und am Samstag schließlich Beethovens Sinfoniemeilenstein. Bereits 1970 hatte der Generalmusikdirektor der Berliner Lindenoper als Gastdirigent das renommierte Ensemble geleitet und ist nun als Dank für seine langjährige Verbundenheit zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannt worden.
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Literatur
30. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb
Literaturspektakel
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Zum 30. Mal wird in diesem Jahr der Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt ausgetragen. Dieser habe sich zu seinem runden Geburtstag längst als »Champions League« der deutschsprachigen Literatur etabliert, sagten die Veranstalter. Tatsächlich handelt es sich bei dem live im Fernsehen übertragenen »Wettlesen« um eine der spektakulärsten Veranstaltungen der Literaturszene. Vom 21. bis 25. Juni beteiligen sich 15 Autoren aus Deutschland, zwei aus Österreich und eine Autorin aus der Schweiz an dem Wettbewerb und stellen sich dem öffentlichen Urteil der um Iris Radisch versammelten Jury.
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Literatur
Berliner Heine-Preis für Handke?
Spendenaufruf
Während die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Stadtrat dafür wirbt, die durch die Nichtvergabe des Heine-Preises an Peter Handke freigewordenen 50.000 Euro der Deutschen Künstlerhilfe zu spenden, hat sich in Berlin eine Initiative »Berliner Heinrich-Heine-Preis für Peter Handke« gegründet. Wie das Berliner Ensemble mitteilte, gehe es ihr darum, ein Zeichen gegen den in Düsseldorf vollzogenen »Angriff auf die Freiheit der Kunst« zu setzen. Verliehen werden solle der Preis »von allen, die Peter Handke einer Auszeichnung im Namen Heinrich Heines für würdig halten«. Das Preisgeld von ebenfalls 50.000 Euro soll durch Spenden finanziert werden.
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Film
Billy Wilders 100. Geburtstag
Journalistische Anfänge
Am 22. Juni wäre der in Österreich aufgewachsene Billy Wilder 100 Jahre alt geworden. Auf einem vorgezogenen »Geburtstagsfest« in der österreichischen Botschaft in Berlin wurden nun am vergangenen Montag seine frühen journalistischen Arbeiten aus seiner Wiener Reporterzeit der 1920er Jahre vorgestellt. Seine Tätigkeit führte ihn unter anderem mit Richard Strauss, Arthur Schnitzler oder auch Sigmund Freud zusammen. Seit 1926 arbeitete Wilder in Berlin, wo ihm der Sprung ins Filmgeschäft gelang. 1933 verließ der Sohn jüdischer Eltern Deutschland und machte in Hollywood Karriere. 1993 ehrte ihn die Berlinale mit einem Goldenen Bären für sein Lebenswerk.
sr
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