13. Oktober 2006 Ausgabe 41/2006 zurück blättern | Kurzüberblick | Inhalt
Kulturnachrichten

Das Wichtigste der Woche / Fortsetzung

Literatur

Pu der Bär wird 80

Erfolgsgarant

   
© Dressler Verlag

Er ist nicht nur genau so alt wie die britische Königin, sondern auch der einzige Teddybär weltweit, der einen Stern auf dem berühmten »Walk of Fame« in Hollywood besitzt. Seit gut zehn Monaten feiert Pu der Bär nun seinen 80. Geburtstag. Am 14. Oktober 1926 erschien »Winnie-The-Pooh« zum ersten Mal als Buch. Seinen Schöpfer Alan Alexander Milne hat er bekannt gemacht, und für den Disney-Konzern, der mittlerweile die Vermarktungsrechte an seinen Abenteuern besitzt, ist er eine wichtige Einnahmequelle. Nur Micky Maus macht bei Disney mit Büchern, Spielen und Stofftieren einen deutlich größeren Umsatz als der englische Teddy.

Gesellschaft

Europäische Kulturpreise vergeben

Besonderes

Das deutsch-russische Gesprächsforum Petersburger Dialog und der Schauspieler Klaus Maria Brandauer haben am vergangenen Dienstag in der Dresdner Frauenkirche Europäische Kulturpreise erhalten. Die Auszeichnungen für Musik gingen an den Bassbariton Thomas Quasthoff, die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca und den Cellisten Jan Vogler. Verliehen werden die Preise von der Stiftung »Pro Europa«, die mit ihnen kulturelle Initiativen und Projekte, künstlerische Meisterleistungen und bedeutende Persönlichkeiten ehren will, die sich um die europäische Kultur verdient gemacht haben.

 

Literatur

Booker Prize für Kiran Desai

Jüngste Gewinnerin

Die indische Autorin Kiran Desai ist in der vergangenen Woche mit dem Booker Prize ausgezeichnet worden. Mit 35 Jahren ist sie die jüngste Schriftstellerin, die jemals den renommierten Literaturpreis gewonnen hat. Weltweit gilt er als eine der bedeutendsten Auszeichnungen in der Literatur und ist mit etwa 75.000 Euro dotiert. Er wird seit 1969 an einen Schriftsteller aus Großbritannien, Irland oder dem Commonwealth vergeben. Desai erhielt den Preis für ihren Roman »The Inheritance of Loss«, der in Deutschland unter dem Titel »Erbin des verlorenen Landes« erschienen ist.

Literatur

Dostojewski-Statue in Dresden

Lang geplant

   
© Public Domain

Da der russische Dichter Fjodor Dostojewski einen Großteil seines Romans »Die Dämonen« (1873) in Dresden  geschrieben hat, ehrt die sächsische Landeshauptstadt den Schriftsteller nun mit einem eigenen Denkmal. Die Bronze-Statue steht zwischen dem Landtagsgebäude und dem Kongresszentrum und zeigt den Literaten in sitzender Position. Gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin  enthüllte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Denkmal in der vergangenen Woche. Den Entwurf lieferte der russische Bildhauer Alexander Rukawischnikow im Auftrag des Deutsch-Russischen Kulturinstituts, das sich zehn Jahre lang um die Errichtung bemühte.

Jazz & Pop

Klaus Renft gestorben

DDR-Kritiker

Der Rockmusiker Klaus Renft ist in der vergangenen Woche im Alter von 64 Jahren gestorben. Der seit Jahren an Krebs erkrankte Musiker genoss zusammen mit seiner in  Leipzig gegründeten Klaus-Renft-Combo vor allem in der DDR Kultstatus. Zu seinen bekanntesten Songs gehören »Als ich ein Vogel war« und »Wer die Rose ehrt«. Aufgrund ihrer politischen, teilweise äußerst kritischen Texte wurde die Band im Herbst 1975 verboten. In der Folgezeit verließen die meisten Mitglieder ebenso wie Renft die DDR. Nach dem Fall der Mauer organisierten sie eine Wiedervereinigungs-Tournee durch Ostdeutschland.

 

Fernsehen

Anke Engelke als Marge Simpson

Neue Stimme

Comedian Anke Engelke hat eine neue Rolle gefunden. Am 14. Januar 2007 ist sie in der Folge »Ein perfekter Gentleman« erstmals als Synchronstimme von Marge Simpson zu hören. Die synchronerfahrene Entertainerin tritt damit die Nachfolge der im Juli verstorbenen Schauspielerin Elisabeth Volkmann an, die der Figur aus der Cartoon-Kultserie 17 Jahre lang ihre Stimme lieh. Engelke stand bereits für einige Kinoproduktionen im Synchronstudio, darunter als Jane in »Disney's Tarzan« (1999), als Dory in »Findet Nemo« (2004) oder als Eisbärenmutter in »Der kleine Eisbär« (2002/2005).

sr