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| Titel | Wo die Liebe hinfällt...basierend auf einem wahren Gerücht |
|---|---|
| Regie | Rob Reiner |
| Drehbuch | Ted Griffin |
| Darsteller | Jennifer Aniston, Mark Ruffalo, Kevin Costner, Shirley MacLaine, Mena Suvari, Mike Vogel, Michael Durrell |
| Land | USA |
| Verleih | Warner Bros. Pictures Germany |
| FSK | o.A. |
| Länge | 97 Minuten |
| Filmstart | 22. Dezember 2005 |
Inhalt
Familienaffäre
Sarah Huttinger, als Journalistin bei der New York Times für die Nachrufe zuständig, weiß nicht so recht, wo sie mit ihrem Leben steht. Als sie zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester nach Hause fährt, findet sie Erstaunliches heraus: Ihre Mutter verschwand kurz vor ihrer Hochzeit für einige Zeit mit einem jungen Mann, mit dem offensichtlich auch Sarahs Großmutter eine Affäre gehabt hatte. Diese Konstellation kommt Sarah bekannt vor und sie begibt sich auf die Suche nach dem Mann, der schließlich auch sie selbst in seinen Bann ziehen wird.
Besonderheit
Reiners Reifeprüfung
Regisseur Rob Reiner wagt ein Experiment mit einem der großen Klassiker der Kinogeschichte. Als Filmfigur Sarah von den Affären ihrer Mutter und Großmutter erfährt, glaubt sie, die Geschichte eines Buches wiederzuerkennen, das 1967 von Mike Nichols unter dem Titel »Die Reifeprüfung« verfilmt wurde. Lieferte die Geschichte ihrer Familie etwa die Vorlage dazu? In dem Klassiker standen sich Dustin Hoffman als Liebhaber und Anne Bancroft als Mutter der Braut gegenüber, bei Reiner sind dies Kevin Costner und Shirley MacLaine.
Kritikenspiegel
Nette Komödie
Begeisterungsstürme löst »Wo die Liebe hinfällt ...« bei den Kritikern wirklich nicht aus. Dennoch hat Rob Reiner verschiedene Achtungspunkte vor allem mit der Besetzung und mit seiner ungewöhnlichen Filmidee verdient. Im Vergleich mit »Die Reifeprüfung« kommt der Film bei Gabriela Walde (Die Welt) allerdings nicht gut weg: »Reiner entschied sich für eine konservative, weiche Variante des Stoffes, den Geist des aufmüpfigen Filmklassikers holt er nicht ein. Dennoch ist die Hauptfigur des Beau Burroughs mit Kevin Costner gut besetzt.« Und »Shirley MacLaine, die moderne Mrs. Robinson, spielt als zickig-charmante Großmutter Catherine die Nebenrolle fulminant aus.« Auch Sven von Reden (WamS) »überrascht es, daß Rob Reiner den Geist des Originals mit seiner Fortsetzung weit verfehlt. Revisionistischer könnte seine Version kaum sein.« »Am Ende steht eine Vernunftheirat ohne große Romantik, die aber als Happy-End verkauft wird. Und der einzige Alt-68er steht als entmannter emotionaler Krüppel da, der vielleicht charismatisch wirkt, aber trotzdem gescheitert ist.« Laut Focus kann Jennifer Aniston in diesem Film besonders ihr »Gespür für komisches Timing« zeigen. »Regen Zulauf hat die amüsante Hommage an den Klassiker allemal verdient. Neben einer romantischen Story und viel Wortwitz sticht die romantische Komödie vor allem durch ihre Darsteller hervor.« Auch Susan Vahabzadeh (SZ) hat einen »sehr hübschen Film« mit »eigentümlichem Charme« gesehen. Trotz der »ausgesprochen merkwürdigen und gefährlichen Startrampe« und »einer wenig verheißungsvollen Vorgeschichte« sei Reiner »eigentlich eine richtig schön überkandidelte Romanze« gelungen. »In den besten Momenten ... hat ,Wo die Liebe hinfällt' genau jene Unbeschwertheit, die dem Kino manchmal fehlt in letzter Zeit.«
Biografisches
Rob Reiner
*06.03.1947 in New York City, ist Regisseur, Produzent und Schauspieler. Einige seiner Filme waren nicht nur erfolgreich, sondern auch wegweisend. Nach verschiedenen Rollen als Schauspieler wechselte er mit der Doku-Parodie »This Is Spinal Tap« (1984) aussichtsreich ins Regiefach. Sein Film »Stand By Me« (1986) über vier Jugendliche in den 1950er Jahren wurde zu einem Überraschungserfolg. Es folgten bei Publikum und Kritikern gleichermaßen beliebte Filme wie »Harry und Sally« (1989), die Stephen-King-Verfilmung »Misery« (1990) oder »Eine Frage der Ehre« (1992). In den letzten Jahren wurde es allerdings etwas ruhiger um seine Filme. Reiner ist Mitbegründer von Castle Rock Entertainment und dort in allen kreativen Bereichen tätig. Außerdem engagiert er sich sehr für die Förderung junger Talente.
Ähnliche Werke
Hier muss natürlich »Die Reifeprüfung« (1967, mit der Musik von Simon & Garfunkel) genannt werden, auch wenn Rob Reiners »Wo die Liebe hinfällt ...« mit diesem Klassiker der Filmgeschichte nicht wirklich zu vergleichen ist. Reiner bedient vielmehr das Genre der romantischen Komödie und gehört damit eher zu aktuellen Filmen wie »Die Familie Stone« (2005) mit Sarah Jessica Parker, in dem der Sohn der Familie über Weihnachten seine künftige Braut mit nach Hause bringt, die so gar nicht dorthin zu passen scheint. Und Cameron Diaz sammelt reichlich Erfahrung bei dem Versuch, »In den Schuhen meiner Schwester« (2005) zu gehen. Die romantische Komödie schlechthin lieferte vor Jahren wiederum Reiner selbst mit dem Film »Harry und Sally«, in dem Meg Ryan und Billy Crystal nur über Umwege zueinander finden.
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